copyright by Team blue-bot Impressum Bericht Robocup German Open 2011     Das German Open 2011 fand zum zweiten Mal in Magdeburg statt und begann am Mittwoch, den 30.03.11, mit einem Setup- Tag. Dort konnten wir unter “realistischen” Bedingungen unseren Roboter testen und die Feinabstimmung vornehmen. Wir fuhren um 7.00 Uhr morgens in Blaubeuren los und kamen nach einigen Stunden fahrt gegen 14.30 Uhr in Magdeburg an. Die Messe Magdeburg, der Veranstaltungsort des German Open war unser erstes Ziel, da wir uns einen ersten Eindruck des Schwierigkeitsgrad der Wettkampfarenen verschaffen wollten. Diese waren jedoch noch nicht aufgebaut (die eigentlichen Wettkämpfe begannen ja erst am Donnerstag) und so konnte man nur an den Testarenen abschätzten, wie anspruchsvoll es dieses Jahr würde: wir waren überrascht, dass einige fest in den Regeln verankerte Elemente nicht oder nur teilweise vorhanden waren, hatten sich die Verantwortlichen die letzten Jahre doch immer exakt an die aktuellen Regeln gehalten. So waren wir ein wenig enttäuscht, dass statt der runden 1cm-Speed-Bumps nur die halb-runden 0,5cm-Speed-Bumps des Vorjahres zum Einsatz kamen und das diese auch nicht auf der Rampe plaziert waren, wie es die Regeln vorschrieben. Wir hatten unseren neuen Roboter extra dementsprechend konzipiert. Doch führten diese kleinen Regeländerungen bei uns keineswegs zu Problemen, sondern auch so schaffte der Roboter in einigen Testläufen 100%. Deshalb waren wir, als wir am Abend gegen 19.00 Uhr die Messehallen verließen und uns zum Hotel aufmachten, sehr zuversichtlich für den nächsten Tag. Am Donnerstag stand der erste Vorrundenlauf an. Wir hatten am Mittwoch bei der Registrierung die Startnummer 16 gezogen, was uns einen guten mittleren Startplatz beschehrte. Am Morgen wollten wir eigentlich den Roboter nocheinmal testen, doch es war so voll um die Testarenen, dass wie diesen Versuch schnell wieder abbrachen. So starteten wir gegen 15:13 Uhr unseren ersten Lauf, der zu unserer großen Freude sehr gut verlief, der Roboter schaffte alles, wir mussten nur einmal in den unteren Räumen eingreifen. Dank dieses sehr guten Laufes (kein anderes Team schaffte es, das Opfer auf die Rettungsplattform zu bringen) führten wir nach der Veröffentlichung der Ergebnisse der Vorrunde am Abend das Ranking an. Da der Lauf am Donnerstagmittag jedoch nicht perfekt war, änderten wir am Abend noch einige Dinge ab und waren zuversichtlich, dass der Roboter deshalb am Freitag noch besser laufen würde. Diese Hoffnung bestätigte sich am Freitag leider nicht. Um 14:13 Uhr hatten wir unseren zweiten Vorrundenlauf und mussten enttäuscht feststellen, dass sich die Leistung des Roboters durch die Veränderungen am Vorabend eher verschlechtert als verbessert hatten. Insgesamt hatten wir viele Eingriffe und der Roboter griff unglücklicherweise die Dose nicht richtig. Deshalb entschieden wir uns nach dem Lauf dafür, dass Programm vom Donnerstag zu nehmen, und vorsichtig und mit vielen Testläufen anzupassen. Unser größtes Problem war zu diesem Zeitpunkt das Verfolgen der Linie in den unteren Räumen, die Rettung der Dose im oberen Raum funktionierte ausgezeichnet. So schrieben wir das Linien-Programm um bzw. orientierten uns an der Liniensystematik, die wir auch schon bei der Weltmeisterschaft 2010 in Singapur eingesetzt hatten. Und siehe da, der Roboter folgte der Linie viel zuverlässiger, sodass wir Freitagabend um 22:00 Uhr mit gutem Gewissen als Letzte die Messehallen verlassen konnten. Am Samstag war der letzte Vorrundenlauf und da der zweite Lauf nicht so gut gewesen war, bestand ein gewisser Druck, dass der Roboter den Parcours heute besser durchlaufen sollte. Wieder war unser Lauf um 14:13 Uhr und das Ergebnis war wie erhofft: zwar nicht perfekt, aber doch deutlich besser als am Tag zuvor. Einziger Wehmutstropfen: der Roboter rettete zwar die Dose, jedoch nicht im Zeitlimit, weshalb wir die Punkte dafür nicht erhielten. Am Samstagabend fand das “Social Event” statt, ein Beisammensein aller am Robocup Junior Beteiligten. Dabei wurden auch die Gesamtergebnisse der Vorrunde veröffentlicht: wir waren Erster! und bekamen somit am Sonntag in der Hauptrunde den letzten Startplatz. Am Sonntag waren wir dann gegen 12:30 Uhr an der Reihe und der Roboter lief (nachdem wir am Vortag noch ein Paar Kleinigkeiten ausgebessert hatten) wieder nahezu perfekt, nur ein Eingriff im unteren Bereich war nötig. Ansonsten schaffte der Roboter alles. Danach war schon klar, dass wir wieder Deutscher Meister würden. Wir freuten uns riesig, als wir gegen 15:00 Uhr bei der Siegerehrung unseren Pokal erhielten und für die WM in Istanbul qualifiziert wurden. Danach machten wir uns auf die Heimreise, wo wir erst am späten Abend ankamen und am nächtsten Tag gleich wieder in die Schule mussten.